Prüfungen bestehen? Vielleicht ja so!

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Es ist schon wieder soweit – oder besser gesagt, es hat seit Dezember gar nicht aufgehört: Prüfungen, Prüfungen und wieder Prüfungen. Im Februar geht es wieder in die Endrunde des Semesters und es muss wieder gelernt werden bis der Kopf raucht und sich tausende Seiten Skript im Gedächtnis gefestigt haben. Mit leidvollem Blick sitze ich also am Schreibtisch und werfe einen Blick auf meine schriftlichen Zusammenfassungen. Bereits bei dem Gedanken, mich ein weiteres Mal mit diesem ganzen Kram befassen zu müssen, schleicht sich ein ganz besonders komischer, panischer Ausdruck in meine Augen.. Aber er ist nicht so panisch wie sonst.

Tatsache ist, dass ich mittlerweile hoffentlich die optimale Lösung für mein Problem gefunden habe. Denn leider muss ich gestehen, dass ich zu der Sorte Student gehörte, die alle zeitintensiven Arbeiten wie z.B. das auswendig Lernen oder reine Zusammenfassen von Inhalten schon immer gerne so weit vor mich hergeschoben habe, bis die verfügbare Zeit nicht einmal dazu ausgereicht hätte, um mir vor der Prüfung noch einen Kaffee kaufen zu können. Manchmal hatte ich Glück und mein Gehirn konnte Wissen, dass ich vor gefühlten Jahrmillionen Jahren einmal irgendwo gelesen hatte wieder erreichen, aber in den meisten Fällen habe ich ziemlich blöd aus der Wäsche geschaut.

Was mache ich jetzt anders?

Mit der Einsicht kommt die Besserung und auch ich habe bemerkt, dass spätestens im Studium und tausend Klausuren gleichzeitig die Dinge nicht so funktionieren können, wie ich das die letzten 20 Jahre meines Lebens geglaubt habe. Und wenn man besser sein will als „gerade so bestanden“ oder „da habe ich ja echt Glück gehabt“, muss man leider mehr tun als den ganzen Tag Netflix Serien zu schauen und sich mit dem Fotografieren von zufällig ausgewählten Gegenständen zu beschäftigen. Tatsache ist: Du musst endlich in die Puschen kommen und das ist genau das, was ich tue.

Lernmethode 2.0

Mein „Lernmethode“ ist ziemlich unspektakulär, aber beginnt tatsächlich schon mindestens 4 Wochen (eher mehr, weil ich ziemlich langsam und manchmal auch faul bin) vor den Prüfungen.

  1. Alle Skripte, die du in die Finger bekommen kannst, zusammensuchen und in seine wichtigsten Bestandteile einteilen (Frage den Prof, was prüfungsrelevant ist)
  2. Zeitplan erstellen: Wann hast du Zeit welche Kapitel aus welchem Fach zusammenzufassen? Welche Klausur wird dir vermutlich am schwersten fallen und benötigt mehr Zeit als andere? (Plane dir bitte auch Tage ein, an welchem du „keine Lust“ haben darfst, denn das ist für Leute wie mich essenziell)
  3. Mindestens zwei Wochen vor der ersten Prüfung das richtig Lernen mit deinen Zusammenfassungen anfangen (z.B. mit Karteikarten oder Ähnliches) und dich freuen, dass du es diesmal vielleicht nicht verhaust.

Und das war’s schon.

Mehr oder etwas anderes tue ich nicht. Ausschlaggebend ist für mich jedoch die Zeit! Und ganz ehrlich, wenn man 5-6 Wochen vor der ersten Prüfung in die Skripte für die jeweiligen Klausuren reinschaut und merkt, wie viele Seiten das sind, wirst du das wahrscheinlich viel schneller alles durchgearbeitet haben, als du jetzt glaubst. Zumindest trifft das auf mich vollkommen zu und ich muss sagen, ich lebe recht gut damit. Natürlich dehnt sich die „Prüfungsphase“ von vorherigen ~ 2 Wochen auf +/- 5-6 Wochen aus, aber die Wahrscheinlichkeit in die Wiederholung zu müssen ist vermutlich deutlich geringer. Definitiv ein dickes Plus auf meiner Pro und Contra Liste!

Wie bereitest du dich auf Prüfungen vor? Brauchst du auch so Vorlaufszeit, um nicht am Ende alles zu verhauen, wie ich?

7 Kommentare zu „Prüfungen bestehen? Vielleicht ja so!

Gib deinen ab

  1. Bei mir hilft tatsächlich auch oft die Einstellung zum Lernen. Anstatt immer zu denken: „Och nö, nicht noch ne Klausur..“ versuche ich zu denken: „Wenn ich jetzt lerne, bin ich einen Schritt näher an meinem Abschluss“. Oft klappt es damit, aber manchmal fesseln mich auch die Serien! 😉

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  2. Ich nehme mir ja jedes Semester erneut vor, mich von Grund auf zu bessern 😀 Da ich aber hauptsächlich viele Projekte und Gruppenarbeiten habe, ist Planung schwer und eigentlich gar nicht möglich. Wenn ich dann doch mal Klausuren schreibe, mache ich früh genug eine Zusammenfassung und lerne diese auswendig. Ich würde aber jedem empfehlen, sich im Semester jede Woche hinzusetzen und die Foliensätze der jeweiligen Klausurenfächer Semester-begleitend zusammenzufassen. Dann hat man am Ende nur noch den Lernaufwand 🙂

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    1. Guter Tipp! Ich habe das im ersten Semester (absolut motiviert damals) ebenfalls so gehandhabt, gleich alles zusammenzufassen und mir damit später Zeit für Prüfungen oder Ähnliches zu ersparen. Im zweiten Semester wurde ich leider ziemlich faul, aber möchte das definitiv wieder einführen! 🙂

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  3. Ich habe grundsätzlich keine grossen Probleme, wenn es um Schule und lernen geht. Doch in Wirtschaft, wo ich ein ganzes Jahr verpasst habe, war ich lange Zeit abgehängt. Ich verstand zwar schon, was der Lehrer erzählte, aber ich konnte dieses Wissen nicht anwenden. Bei den Aufgaben wartete ich einfach darauf, dass die Lösungen gezeigt wurde. Mein Tipp: Nicht für die Prüfung lernen, sondern immer. Das klingt jetzt erst einmal ganz schlimm, ich weiss. Aber es ist nicht zeitintensiv. Ein Mal in der Woche plane ich mir 45 Minuten ein, um alle Dinge, die wir in Wirtschaft gemacht haben, nochmals anzuschauen, und die Aufgaben alleine zu lösen. Denn wenn die Lösungen der Aufgaben Sinn ergeben, heisst das noch lange nicht, dass wir das Thema auch verstanden habe. Seit ich das so handhabe, hat sich der Lernaufwand vor den Prüfungen drastisch verringert und es macht mir auch wieder Spass, dem Unterricht zu folgen.
    Alles Liebe
    Zoey

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    1. Da hast du völlig Recht! Es ist auch einfach viel nachhaltiger, nicht 300 Seiten in 5 Tagen zu lernen, sondern portioniert immer wieder, weil man sich dann auch wirklich sicher sein kann die Inhalte wirklich verstanden zu haben und profitiert später immer noch davon!

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