Vom Scheitern und wieder Aufstehen

Wenn mich eine Sache wirklich über Tage hinweg wurmen und blanke Wut in die Augen treiben kann, dann ist es das Versagen an Aufgaben, die ich glaubte mit Bravur bestehen zu können. An ihnen zu versagen, obwohl es fernab von der eigenen Vorstellungskraft war, tut manchmal mehr weh, wie der größte physische Schmerz.

Es kratzt am eigenen Ego, fühlt sich an wie ein Schuss ins Knie und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, der noch Wochen später im Abgang zu schmecken ist. Die Angst, auch beim zweiten Versuch zu Scheitern, wächst und man ist sich plötzlich nicht mehr seiner eigenen Fähigkeiten bewusst. Nein, man beginnt sich zu unterschätzen, klein zu machen und an sich zu zweifeln. Jede noch so kleine Hürde wirkt wie ein unüberwindbares Hindernis und dem ein oder anderen mag schon die kleinste Herausforderung eine heiden Angst einjagen.

Familie und Freunde versuchen dich zu trösten, in dem sie dir sagen, dass du es beim nächsten Mal besser schaffst und nicht zu hart mit dir selbst ins Gericht gehen sollst. Immerhin seist du nicht Schuld daran, es kann ja jeden einmal treffen und man lernt ja aus seinen Fehlern. Mag sein, dass sie damit Recht haben, aber die tröstenden Worte helfen nicht. Versagen und Scheitern ist furchtbar und wie ein Schlag in die Magengrube. Man fühlt sich wie ein angeschossenes Reh, dass sich gerade noch so auf den Beinen halten kann.

Und falls du gerade in dieser Situation steckst und daran verzweifelst an dir selbst zu Zweifeln, dann sei dir gesagt: Es ist okay.

Es hat nicht so geklappt, wie du es dir erhofft hattest. Es ist furchtbar fehlgeschlagen und du sitzt möglicherweise vor einem weißen Blatt Papier, auf welchem genau so eine gähnende Leere herrscht wie in deinem Kopf. Du bist traurig oder wütend. Vielleicht bist du auch einfach nur völlig enttäuscht. Und es ist vollkommen in Ordnung, dass du dich so fühlst.

Tue dir selber einen Gefallen und lass‘ dich eine Weile in deiner Enttäuschung treiben. Sei schlecht drauf, sei wütend, sei traurig. Aber vergiss‘ niemals, dass es nicht das Ende der Welt ist. Es gibt immer eine zweite Chance, die nur darauf wartet, dass du sie ergreifst und glaube mir, es wird besser. Wir alle lernen aus unseren Fehlern und unseren Defiziten. Du bist kein Verlierer oder Versager. Ein wahrer Verlierer ist nur der, der keine Niederlagen erlebt, aus welchen er lernen kann.

Was tust du, wenn du eine Niederlage erlebst? Wie motivierst du dich dazu, wieder aufzustehen? Lass‘ uns doch deine Gedanken dar.

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Ein Gedanke zu “Vom Scheitern und wieder Aufstehen

  1. Ich habe mir zunächst einen Spruch zu eigen gemacht:
    `Aus Fehlern lernt man´ und wer könnte das wohl bezweifeln. Und dazu gehört das vermeintliche Versagen auch. Es macht uns stärker, wenn wir es annehmen und daraus lernen.
    Und dann kommt noch eine für mich sehr wichtige Lebenserfahrung dazu; die ich eigentlich rein zufällig in meinem ersten Artikle auf Englisch so verfasst habe:
    https://4alle.wordpress.com/2016/11/28/creative-post-into-the-past/
    Und ob du`s glaubtst oder nicht, das stimmt. Warum das so ist, darauf will ich jetzt nicht näher eingehen…sonst wird`s zu viel.
    Finde deinen Artikle sehr wichtig, weil wir das alle mal durchmachen.
    LG
    Jürgen aus Loy (PJP)

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