Kaffee – der Kreislauf der Müdigkeit! ✗Erfahrungsbericht

Wie viele andere Studenten und Arbeitstätige, habe auch ich morgens und nachmittags mein Käffchen getrunken. Für mich fing die Kaffeetrinkerei bereits in der 11. Klasse an, als Wachbleiben für mich aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion immer schwieriger wurde – die Müdigkeit ist bisher die einzige Nebenwirkung der Erkrankung und war zu diesem Zeitpunkt noch „unentdeckt“.

Morgens ein Kaffee und abends nach der Schule zum Lernen eine zweite Tasse. Zwischen der ersten und der zweiten Tasse verfiel ich zwischenzeitlich in eine Müdigkeit, die sich tranceartig äußerte und mich rapide unkonzentriert werden ließ. Im Unterricht aufpassen und produktiv sein? Damals keine Chance.

Wer jetzt annimmt, dass mit dem Entdecken und der Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion alles besser wurde, der irrt hier leider.

Trotz der Tabletten blieb die Müdigkeit beständig, äußerte sich jedoch nicht mehr allzu stark, wie noch vor der Behandlung. Nachdem allerdings der erste Besserungsschub durch die Tabletten abgeklungen war, kehrte ich recht schnell zurück in das alte Muster. Das Koffein im Kaffee hob quasi die Wirkung der Tabletten vollständig auf.

Die Müdigkeit blieb weiterhin mein beständiger Begleiter..

Das Problem zog sich weiterhin auch über die 12. Klasse, obwohl ich nur noch sehr wenig bis gar keine Zeit mehr in der Schule verbrachte und bald die Abiturprüfungen ablegte. Der Koffein im Kaffee hatte für mich morgens eine wunderbare, belebende Wirkung, weshalb ich nicht daran dachte damit aufzuhören. Wieso auch? Trinkt man eine Tasse Kaffee, verfällt man in einen Höhenflug der Konzentration. Die morgendliche Müdigkeit ist wie weggeblasen, man sieht und denkt glasklar – man ist völlig anwesend.

Dann macht es „Klick“, sobald die Wirkung des Koffeins aus der ersten Tasse vollständig abgeklungen ist und man ist gezwungen, sich eine zweite Tasse zuzubereiten, damit einem nicht vor Müdigkeit und fehlender Konzentration die Augen zufallen. Für jemanden wie ich, der sowieso große Probleme mit der Müdigkeit hat, schlichtweg ein Todesurteil und das merkte ich vor allem, als ich anfing zu Studieren und zu Arbeiten.

Was habe ich also gemacht, um nicht noch länger in die Spirale der Müdigkeit gefangen zu sein?

Seit Oktober 2016 trinke ich absolut keinen Kaffee mehr. Ich habe ihn vollkommen aus meiner Morgenroutine herausgestrichen und trinke weder in der Uni, noch in der Arbeit zwischendurch einen und ehrlich gesagt: Aller Anfang ist schwer, aber ich habe durchgehalten und bin jetzt „clean“!

Um frühabendlicher Müdigkeit entgegenzuwirken und meine Konzentration zu fördern, gehe ich stattdessen zum Sport. Eine Mischung aus ¼ Cardio und ¾ Krafttraining liefert mir danach die Ausgeglichenheit und die Klarheit, die man zum Lernen braucht und wirkt für mich wahre Wunder!

Fazit:

Der Kaffee hat sich für mich rückblickend definitiv als das größte Problem in Punkto Müdigkeit herausgestellt.

Sobald ich den Kaffee herausgestrichen hatte, merkte ich schnell die Veränderung. Ich bin über den Tag konzentrierter als zuvor und auch mein „Nachmittagstief“ ist nicht einmal halb so schlimm wie damals, als ich noch Kaffee getrunken habe. Das ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe, merke ich so gut wie gar nicht mehr, stattdessen fühle ich mich fitter als je zuvor und spüre den Unterschied zwischen Erschöpfung und Müdigkeit.

Wenn ich je wieder Kaffee trinken sollte, dann definitiv entkoffiniert! 

Was ist deine Meinung zum Thema Kaffee? Brauchst du deinen Kaffee am Morgen? Hast du schon mal darüber nachgedacht, mit dem Kaffeetrinken aufzuhören? – Lass‘ uns darüber in den Kommentaren austauschen! ♥

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Hast du dich schon einmal gefragt, wie du zum Frühaufsteher wirst? Hier findest du Tipps, wie du der Langschläferrei abschwörst!

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12 Gedanken zu “Kaffee – der Kreislauf der Müdigkeit! ✗Erfahrungsbericht

  1. So eine Schilddrüsengeschichte hatte ich in dem Alter auch mal, aber irgendwann war es egal, ob ich Tabletten nahm oder nicht.
    Bei Kaffee schaue ich eher auf die Menge pro Tag und wenn ich die auf beruflichen Terminen bereits verabreicht bekommen habe, dann giobt’s zum „Kaffeetrinken“ am Nachmittag aher Tee.

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  2. Erstaunlich, diese absolut entgegen gesetzte Wirkung des Kaffees bei dir! Ich bin auf der Koffeindroge, seit ich ein Kind war. Bislang habe ich Versuche, mich davon zu lösen mit Kopfschmerzen und Herzrasen quittiert. Morgens, nach dem Aufstehen, führt mein erster Weg zum Vollautomaten. Den Einschaltknopf drücke ich noch vor dem Lichtschalter. Wenn ich deinen Bericht so lese, denke ich, ich sollte nochmal einen Entzug starten…

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    • Es ist echt nie verkehrt, einfach mal ein paar Tage keinen Kaffee zu trinken. Die Kopfschmerzen und das Herzrasen sagt ja schon aus, wie „süchtig“ der Körper nach dem aufputschenden Koffein ist. Ich hatte auch 3 Tage am Stück ständig Kopfschmerzen, als ich mit dem Kaffetrinken aufgehört habe, aber dann ging es direkt bergauf! Ohne Kaffee merkt man, wann man müde und wann man bloß erschöpft ist. Als ich noch Kaffee getrunken habe, war beides für mich einfach nur pure Müdigkeit, aber dass ist auch der Punkt, wo man die nächste Tasse trinkt.. Leider echt ein Kreislauf, wie ich finde und das Ausmaß merkt man erst mit dem Entzug. Liebe Grüße!

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  3. Na dann bin ich doch froh, dass mir Kaffee nicht schmeckt. Ich hatte vor ein paar Jahren mal probiert eine Tasse schwarzen Kaffee als so eine Art Booster vorm Training zu trinken, aber einen Effekt hat sich vor, während und nach dem Sport nicht gezeigt. Danke für deinen ausführlichen und informativen Blogeintrag!

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